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© Von einer Anwältin, die auszog, das Fürchten zu verlernen

Wie eine Anwältin durch ein Coaching ihre bremsenden Glaubenssätze flexibilisiert, dadurch viel Energie spart, ihre Mandanten und Kollegen erfreut und nebenbei noch ihre Ehe rettet:(Echter Fall; Rechtsgebiet und private Situation sind geändert)

Aufsatz

Diesen Artikel über behindernde Glaubenssätze einer Anwältin lesen Sie hier als download.
Und hier das Kaiserinnen-Manifest, durch das Sie Ihr eigener Boss bleiben.

Ihre Story:

Es war einmal eine Anwältin, die sehr viel Energie verlor. Das merkte sie erst, als ihre Ehe fast hinüber war.
Sie sah sich als total spezialisierte Herrscherin der Energierechts-Welt (ein Schelm, der Böses dabei denkt…), die unverzichtbare Beraterin und die gewiefteste aller Rechtstechnikerinnen auf ihrem Gebiet.
Sie wurde immer besser. Je besser sie wurde, desto kritischer sah sie sich.
Wann immer sich ein Mitbewerber auf ihrem Territorium breit zu machen drohte, reagierte sie beleidigt, impulshaft und hyperaktiv, eine äußerst anstrengende Mischung – auch für sie selbst.

Überlebensstrategie Glaubenssatz

Ihre gesammelten Überlebensstrategien lebte sie auch zuhause beim Abendessen voll aus, was sie – anderswo anerkannte Plaudertasche! – durch ausdauerndes Schweigen dokumentierte.
Schulkram und Pubertätsgezicke ihrer beiden Kinder lösten wiederholte irritierte Nachfragen und nur mühsam verborgenes Augenrollen aus.
Ihrer gesamten Familie ging sie außerdem mit ihrer Angewohnheit auf den Geist, sie ungefragt rechtstechnisch auch in zivilrechtlichen Dingen zu beraten; zuletzt war das vorgestern passiert, als der Nachbar zum dritten Mal in haarsträubend verbotener Weise sein Auto direkt schräg vor der Garagenausfahrt parkte.

Das Ende der Wohlfühlzone

Erst als ihr Ehemann (Sie vermutete insgeheim: angestachelt durch nachmittags ausgestrahlte amerikanischen Mittelschichtsserien) mit dem daily-soap-Klassiker „Dein-Beruf-oder-wir“ drohte, begann ihr zu dämmern, dass sie da was verwechseln könnte.

Bremsende Glaubenssätze sorgen für Bequemlichkeit und Niederlagen!

Sie wandte sich nach dieser völlig überraschenden privaten Drohung an mich und bekam schon im Erstgespräch eine Liste von Glaubenssätzen vorgelegt, die bei vielen Anwälten bremsenden Charakter haben.
Sie brauchte genau 10 Sekunden, um sich umfassend „ertappt“ (O-Ton) zu fühlen und ihre persönliche Hitliste anzukreuzen (hier fett markiert):

  • Ich mache alles falsch.
  • Von nichts kommt nichts.
  • Ich bekomme keine Anerkennung.
  • Ich muss es anderen Recht machen.
  • Ich habe keine Zeit.
  • Rechne lieber mit dem Schlechten, dann bist du nicht enttäuscht.
  • Die Menschen sind ja so dumm.
  • Der frühe Vogel fängt den Wurm.
  • Ich muss alles perfekt machen.
  • Ich muss mich anstrengen.
  • Ich muss alles sofort erledigen.
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Wenn es gut werden soll, dann mach es lieber selbst.
  • Ich werde vom Pech verfolgt.
  • Man kann niemandem trauen.
  • Der zweite Sieger ist der erste Verlierer.
  • Ich muss immer der Beste sein.
  • Schuster bleib bei deinen Leisten.
  • Alle Verantwortung hängt nur an mir.
  • Ohne Fleiß kein Preis.
  • Die anderen können das viel besser als ich.
  • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.
  • Um Erfolg zu haben, braucht man starke Ellenbogen.
  • Das Leben ist kein Zuckerschlecken.
  • Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Staunen über sich selbst läutet Veränderungen ein!

Sie war über den Inhalt dieser fett markierten Punkte die ganze Zeit hin- und her gerissen zwischen Rechtfertigung und Aggression.
Sie schüttelte den Kopf über diese „dämlichen Regeln“ (O-Ton) und klärte in derselben Sekunde über deren Angemessenheit auf: „Ich wäre ja längst nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich jemals faul gewesen wäre!“ (O-Ton)
Sie begann, sich zu fragen, was sie eigentlich immer behinderte in ihrem Fortkommen (dieses Gefühl hatte sie schon als Kind), und was ihr eigentlich dauernd so viel Energie raubte.
Sie lernte in dem folgenden Coaching viel über sich, vor allem über die für sie entsetzliche Erkenntnis, die sie viel lieber als nicht zu ihr gehörig eingestuft hätte:

Es gibt keine Glaubenssätze ohne Vorteil für ihren Besitzer!

Stellen Sie sich mal vor: Sie haben Ihren A-Mandanten trotz des laufenden Mandats mit einem Kollegen desselben Rechtsgebiets beim Lunch gesehen.
Kreuzen Sie Ihre Lieblingsreaktion an (links): Je nach Typ und Erfahrung werden Sie Ihr Verhalten entdecken:

Aktion positive Intention Glaubenssatz Verborgenes Motiv
nichts tun gute Erfahrung: „Aussitzen“, Fehlervermeidung, taktische Positionierung „Es wird sich schon wieder einrenken.“ Machterhalt
zu blindem Aktionismus neigen Zügel in der Hand, sich stärker fühlen als die Situation, Imagegewinn, Versicherung „Jetzt erst recht.“ Machterhalt
andere beschuldigen „Nur auf mich selbst ist Verlass“ = Selbsterhöhung, Autarkie, Energiesparen „War ja klar. Wenn man nicht alles selbst macht.“ Machterhalt
sich selbst beschuldigen Chancenlosigkeit groß und   Verantwortung klein =   Entlastung, fishing for compliments „Ist ja wieder mal typisch. Ich kann das eben nicht.“ Machterhalt
Andere vorwurfsvoll anschweigen eigene Ziele bleiben vorborgen = Ablenkung, Opferrolle, Flexibilität, Taktik „Er weiß schon selbst, was er mir / uns damit antut.“ Machterhalt
sich ablenken „Gras über eine Sache wachsen lassen“, kurzfristige Entspannung, Verdrängung „Die Zeit heilt alle Wunden.“ Machterhalt

Das verborgene Macht-Motiv schwebt als „Motivator“ über allem!

Macht heißt hier vor allem: Macht über sich und ist rein positiv konnotiert.
Glaubenssätze dirigieren, wie ein Mensch diese Macht zu sichern versucht.
Jedes Verhalten hat gewöhnlich Machtaspekte. Diese werden nicht ausgesprochen und nicht eingestanden.
Macht gehört zu den inneren Werten eines Menschen und dirigiert dessen Verhaltensweisen.
Jeder Mensch strebt seine persönliche Art von „Macht“ an: Für manche heißt Macht eher

  • Geltung (im Freundeskreis)
  • Selbstbestimmung im Leben
  • persönliche Autorität (in der Kanzlei)
  • Image (im Kollegenkreis)
  • Geld auf dem Konto
  • Einfluss auf Entscheidungen anderer
  • Selbstbewusstsein während eines Auftritts

Wer „Macht“ schon hat, muss sie nicht mehr ausüben.

Echte Macht schließt stets die „Macht über sich selbst“ ein. Wer sie hat, kann auf Attacken anderer, beleidigte Rückzüge oder eingleisige Befehle locker verzichten.
Sie ebnet Wege, sichert persönliche Kongruenzen und ermöglicht Verlässlichkeit.
Sie fördert Mitarbeiter, hebt gute Laune und hilft, Krankheiten zu vermeiden.
Sie ersetzt Reaktion durch Aktion.

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