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Glaubenssätze

Jeder hat sie, jeder handelt danach, und nicht jeder weiß das.

Aufsätze:

Anwältin : Dieses Coaching-Protokoll informiert über behindernde Glaubenssätze einer Anwältin.
Kaiserinnen-Manifest: Und hier lesen Sie,durch welche Instruktionen Sie Ihr eigener Boss bleiben.

Durch den Aufsatz Erfolg oder Misserfolg – Glaubenssätze sind an der Macht“ erfahren Sie,

  1. was Glaubenssätze sind
  2. welchen Nutzen Glaubenssätze haben
  3. was an anwaltlichen Glaubenssätze besonders irrational ist
  4. was fördernde und bremsende Glaubenssätze sind
  5. woran Sie bremsende Glaubenssätze erkennen
  6. wie Glaubenssätze Verhalten determinieren
  7. welche bremsenden Glaubenssätze es in die anwaltliche Hitliste schaffen
  8. wie Glaubenssätze entstehen
  9. wie (und ob) Glaubenssätze wieder weg gehen
  10. wie in drei Coaching-Beispielen anwaltliche Glaubenssätze wirken können
  11. wie Anwälte durch fünf hindernde Glaubenssätze ihre Akquise behindern

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Lebensregeln, tief verankerte Überzeugungen über die Welt oder über uns selbst, die ihre Besitzer für „wahr“ halten.
Sie gelten als so wahr, richtig und unumstößlich, dass sie zu unserer subjektiven „Wahrheit“ geworden sind.
Unvorstellbar, diese Basis zu hinterfragen! Glaubenssätze schreiben einer Handlung oder einem Zustand streng monokausale Verbindungen zu:

  • Interpretation („Wer schreit, hat Unrecht.“)
  • Wertung („Mandanten segmentieren? Das ist unmenschlich.“
  • Ursache („Das ist so, weil …“, )
  • Wirkung („Das wird dazu führen, dass …“)

Diese Zuschreibungen liegen im System fest und wirken wie ein Wegweiser, wie eine „Brüstung“.
Der Inhaber eines Glaubenssatzes beeinflusst Niederlagen und Erfolge gleichermaßen.
Glaubenssätze sind zu 100 % subjektiv und repräsentieren den Gegenspieler echten Wissens.

Nutzen von Glaubenssätzen

Glaubenssätze geben Sicherheít.
Was man glaubt, muss man nicht hinterfragen. Glaubenssätze stützen das System ihrer Inhaber so sehr, dass sie gern gegen eindeutige, „wissenschaftliche“ Beweise Front machen.
Damit der Glaubenssatz überleben kann, werden dazu alle Parameter so in unserem Kopf zurecht gedreht, dass am Ende das „passende“, vorher festgelegte Ergebnis herauskommt.
„Ich sag’s ja; ein eigener Marketingmanager bringt nur zusätzliche Kosten.“

Was sind anwaltliche Glaubenssätze?

Auch Anwälte halten gern an ihren Glaubenssätzen fest, denn Glaubenssätze stützen das System ihrer Besitzer.
Sie fühlen sich an wie feste Persönlichkeitsbestandteile („So bin ich eben“) und liefern unumstößliche Wahrheiten über die Umgebung („So ist das eben“).
Sie sorgen für vollautomatisierte Verhaltensweisen und liefern subjektive Sicherheiten – häufig kombiniert mit objektiver Irrationalität.
Glaubenssätze machen die Welt ihrer Besitzer rund – und sichern deren status quo:

  • „Telefonakquise ist was für Versicherungsvertreter“
  • „Unsere Kanzlei muss breit aufgestellt sein. Wir sind hier auf dem Land.“
  • „Ich habe keine Zeit dafür“
  • „Meine Sekretärin ist doch kein Puffer zwischen mir und meinen Mandanten“
  • „Wir verlieren Mandanten, wenn wir die Honorare erhöhen“
  • „Das gibt der Markt nicht her“
  • „Aktive Akquise ist was für Versicherungsvertreter.“

Fördernde Glaubenssätze fördern, bremsende Glaubenssätze bremsen

Glaubenssätze entstehen durch wiederholte Interventionen der Umgebung oder durch ein einziges Ereignis.
Glaubenssätze können Förderer sein; dann ermöglichen sie Flexibilität, Stärke, Empathie, Gesundheit und Erfolg, ohne dass ihr Besitzer diese Werte extra erlernen muss.
Als Kind lernte ein erfolgreicher Mensch häufig schon den Glaubenssatz: „Ich kann das“, “Ich habe das verdient.“
Dieser Mensch kann leicht weitere fördernde Glaubenssätze entwickeln:

  • Ich genieße es, Geld zu verdienen
  • Ich schaffe das.
  • Ich bestimme, wer mich ärgern darf.
  • Ich habe ein Recht auf Erfolg.
  • Ich habe es verdient geliebt zu werden
  • Probleme zeigen den Abstand zum Ziel

Persönliche Glaubenssätze können Bremser sein; dann verursachen sie Misserfolge, Krankheiten und Unzufriedenheit.
Als Kind lernte ein nicht erfolgreicher Mensch häufig schon den Glaubenssatz: „Ich schaffe das nicht“, “Ich habe das nicht verdient“.
Dieser Mensch kann leicht weitere behindernde Glaubenssätze entwickeln:

  • Ich muss mich immer anstrengen.
  • Von nichts kommt nichts.
  • Ich bekomme keine Anerkennung.
  • Ich muss es anderen recht machen.
  • Ich habe keine Zeit.
  • Der will mich doch nur ausnutzen.
  • Wenn man nicht alles selbst macht.

Hinweise auf bremsende Glaubenssätze

Wiederholen sich in Ihrem Leben Befindlichkeiten, Krankheiten, Unzufriedenheiten? Dann könnten Glaubenssätze dafür verantwortlich sein.
Hier lesen Sie häufige Indikatoren für wirksam bremsende Glaubenssätze:

  • Wutausbrüche in bestimmten Situationen
  • Konflikte immer vermeiden
  • Probleme in sich hinein fressen
  • Missgunst (Neid ist dagegen harmlosJ)
  • Das Gefühl von Machtlosigkeit oder Opfer-Sein
  • Nicht Nein sagen können und dadurch ausgenutzt werden
  • wiederkehrende zwischenmenschliche Konflikte
  • viele Ideen, aber kein Durchhaltevermögen
  • berufliche Stagnation
  • keine dauerhaften Freundschaften
  • schlechte Arbeitsorganisation durch Perfektionismus
  • schlechte Arbeitsorganisation durch Kontrollbedürfnis
  • oft wiederkehrende Krankheiten
  • das Gefühl nicht gut genug zu sein
  • das Gefühl ständiger Anstrengung

Hitliste der effizientesten Bremser:

  • Von nichts kommt nichts.
  • Ich mache alles falsch.
  • Ich bekomme keine Anerkennung.
  • Ich muss es anderen Recht machen.
  • Ich habe keine Zeit.
  • Rechne lieber mit dem Schlechten, dann bist du nicht enttäuscht.
  • Die Menschen sind ja so dumm.
  • Der frühe Vogel fängt den Wurm.
  • Ich muss alles perfekt machen.
  • Ich muss mich anstrengen.
  • Ich muss alles sofort erledigen.
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Wenn es gut werden soll, dann mach es lieber selbst.
  • Ich werde vom Pech verfolgt.
  • Man kann niemandem trauen.
  • Der zweite Sieger ist der erste Verlierer.
  • Ich muss immer der Beste sein.
  • Schuster bleib bei deinen Leisten.
  • Alle Verantwortung hängt nur an mir.
  • Ohne Fleiß kein Preis.
  • Die anderen können das viel besser als ich.
  • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.
  • Um Erfolg zu haben braucht man starke Ellenbogen.

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