Unpünktliche haben einen machtvollen Vorteil ihres Verhaltens!

Mehrfach wiederholte Unpünktlichkeit sichert einen hochrangigen inneren Wert des Unpünktlichen. Wiederholt Unpünktliche dokumentieren durch sehr unterschiedliche Strategien eine bedrohliche, eigene Unsicherheit im Umgang mit Autoritäten.
Wiederholt Unpünktliche hoffen durch ihr Verhalten auf Anerkennung von innen oder von außen.
Lesen Sie den Aufsatz „Zeitmanagement“ mit vielen weiteren Erkenntnissen!

Unnötig zu erwähnen, dass sich alle Unpünktlichkeits – Typen wegen der Gleichheit ihrer Motivation für die jeweils anderen Arten des wiederholten Unpünktlich-Kommens zutiefst verachten.
Unpünktliche lassen sich durch ihr typisches Verhalten in drei Kategorien einteilen:

1. Der „Autarkie-Freak“
Der „Autarkie-Freak“ kommt wiederholt zwei Minuten zu spät zu Meetings und hat dadurch machtvolle, innerlich dokumentierte Vorteile: Würde er pünktlich kommen, würde er einen eigenen hochrangigen Wert, zum Beispiel „Eigenständigkeit“, gefährden. Dieser Wert ist durch Terminssetzungen durch andere attackiert; jemand anders bestimmt, wann ich wo zu sein habe. Durch wiederholte Zwei-Minuten-Verspätungen dokumentiert der Unpünktliche seine innere Unabhängigkeit.
Er zeigt, dass er

• sich leisten kann, zu spät zu kommen
• sich nicht leisen kann, pünktlich zu kommen
• dem Team dennoch zur Verfügung steht.

2. Der „Status-Freak“
Anders als der „Autarkie-Freak“ hat der „Image-Freak“ einen äußerlich dokumentierten, machtvollen Vorteil seines Zu-Spät-Kommens“. Dieser Typus kommt wiederholt etwa 20 Minuten zu spät, hektisch gestikulierend, laut telefonierend oder laut seinen Platz einrichtend sorgt er dafür, dass er sich aus der Masse abhebt. Er schaltet sein Telefon nicht aus. Der Status-Freak hofft auf Anerkennung für seine Macher-Rolle.
Er ist einfach zu wichtig und besser als andere.
Dieser Typus gibt bekannt, dass er

• sich leisten kann, zu spät zu kommen
• sich nicht leisen kann, pünktlich zu kommen
• „besser“, „wichtiger“ und „unverzichtbarer“ ist als alle anderen.

3. Der „Angst-Freak“
Anders als der „Autarkie-Freak“ und der „Status-Freak“ kommt der „Angst-Freak“ immer unpünktlich, nämlich ausnahmslos zu früh. 10 Minuten vor dem meeting drückt er sich schon in der Ecke herum, liest alle Unterlagen nochmals und ist perfekt vorbereitet. Der Angst-Freak hofft auf Anerkennung für Verlässlichkeit und Folgsamkeit. Auf ihn kann man sich blind verlassen.
Er ist früher da als andere und super organisiert.
Dieser Typus gibt bekannt, dass er

• sich leisten kann, zu früh zu kommen
• sich nicht leisen kann, pünktlich zu kommen
• „besser organisiert“, „verlässlicher“ und „unverzichtbarer“ ist als alle anderen.